Die Solidarische Landwirtschaft ist eine Form der kooperativen Zusammenarbeit von Erzeuger*innen und Verbraucher*innen. Eine Abnehmer*innengemeinschaft (idealerweise ein Verein) teilt die Erzeugnisse des Betriebes. Das Jahresbudget wird gemeinsam mit den Abnehmer*innen, besser Ernteteiler*innen, beschlossen. Die finanziellen Beiträge für die wöchentlichen Ernteanteile sind für die ganze Saison bindend und die Ernteteiler*innen übernehmen so auch die Verantwortung für die Existenz des Betriebes. So wird daraus ein gemeinschaftlich getragener Betrieb, indem sich die Gärtner*innen voll auf ihre Arbeit rund um’s Feld konzentrieren können. Ebenso sind gemeinsame Mitarbeitstage wichtig für das Funktionieren und bieten Transparenz sowie ein Lernfeld für alle großen und kleinen Mitwirkenden.

Es gibt einen fixen Erntetag in der Woche, an dem jeweils Ernteteiler*innen am Feld und bei der Verteilung mithelfen. Insgesamt gibt es pro Anteil ca. 5-8 Mitarbeitstage, inklusiv Erntetage und wenn einmal viele Hände benötigt werden.

Daraus ergeben sich folgende (solidarische) Möglichkeiten:

  • Die GärtnerIn/LandwirtIn  hat die Möglichkeit auf die Gruppengröße angepasst zu planen, d.h. es gibt kaum Überproduktion oder verderbende Produkte
  • Es ist möglich Sorten anzubauen, welche im Handel nicht zu bekommen sind
  • Es können Samenfeste Sorten verwendet werden
  • Witterungsabhängige oder durch Schadorganismen versursachte Ernteausfälle werden von allen getragen
  • Der Betrieb kann sich durch seine Erzeugnisse finanzieren und ist nicht abhängig von Subventionen, deren Art der Verteilung sehr in Frage zu stellen sind
  • Durch die Höhe ihres Beitrages können die ErnteilerInnen den GärtnerInnen ein im Vergleich zum Kollektivlohn wertschätzendes Einkommen ermöglichen
  • Die Produktion ist für jedes Mitglied transparent
  • Den Mithelfenden steht ein großes Lernfeld offen, sowohl landwirtschaftlich als auch sozial-persönlich
  • Die Wertschöpfung einer solchen landwirtschaftlichen Produktion steigt im Vergleich zu einer im liberalen Markt integrierten Landwirtschaft

Mehr Infos zum Konzept findet ihr auf der Homepage des deutschen Netzwerks für Solidarische Landwirtschaft.